Flüchtlingsunterbringung in der Westerwaldstr.

Containeranlage für Flüchtlingsunterbringung

Ecke Westerwaldstr./Volpertusstr. entsteht eine Containeranlage für Geflüchtete

Die Anwohner der Westerwaldstr. und Volpertusstr. staunten nicht schlecht, als auf der grünen Wiese plötzlich Bauarbeiter und ein Bagger auftauchten. Wenig später stand auch schon eine Umzäunung samt Bauschild, welches verkündet, dass hier eine Containeranlage für Flüchtlinge entsteht. Die Anwohner und Bürger von Humboldt-Gremberg wurden im Vorfeld hierüber seitens der Stadtverwaltung selbstverständlich nicht informiert. Bisher dient die Turnhalle an der Westerwaldstr. zur notdürftigen Flüchtlingsunterbringung. Dies ist sicherlich auf die Dauer ein unhaltbarer Zustand sowohl für die Flüchtling die hier kaum menschenwürdig untergebracht werden konnten, als auch für die Schulen und Vereine, die diese Halle nutzten.

Nun mag es dahingestellt sein, ob es sinnvoll ist, in einem Stadtteil, dessen Ausländeranteil bei 31% Prozent liegt eine solche, offensichtlich auf längere Dauer  angelegte Unterkunft zu errichten. Fragwürdig ist jedenfalls die unmittelbare Nähe zu einer städtischen und einer katholischen Kindertagesstätte. Beide Einrichtungen sind nämlich nur ca. 50 Meter von den Grenzen der neuen Unterkunft entfernt. Hinzu kommt die unmittelbarer Nähe zur Grundschule Westerwaldstr. Ob dies der ideale Standort für eine Flüchtlingsunterkunft ist zumindest zweifelhaft.

 

Keine Information der Bevölkerung

Seitens der Stadtverwaltung erfolgte keinerlei Information über die beabsichtigte Baumaßnahme. Die Stadtverwaltung hat es offensichtlich nicht für notwendig erachtet, die Einwohner von Humboldt-Gremberg über ihre Absichten zu informieren.  Das verstehen wir nicht unter einer offenen Kommunikation. Richtig wäre es gewesen, im Rahmen von vertrauensbildenden Maßnahmen rechtzeitig vor Baubeginn über die Planungen zu informieren. Vertrauen kann nur durch Kommunikation und Information entstehen.

Viele offene Fragen

Die IG Humboldt-Gremberg fragt deshalb Verwaltung und Politik:

  • Ist die Flüchtlingsunterkunft als Ersatz für die Turnhallenunterbringung gedacht oder ist dies ein zusätzliches Projekt?
  • Für wieviel Personen ist die Unterkunft geplant?
  • Welcher Personenkreis wird dort untergebracht sein?
  • Werden die Bewohner zur Vermeidung von Konfliktsituationen nach Herkunft und Religion getrennt untergebracht?
  • Welche flankierenden sozialarbeiterischen Maßnahmen sind geplant?
  • Ist der Sicherheitsdienst ausreichend qualifiziert ?

Dieser Fragenkatalog ließe sich vermutlich noch lange weiterführen. Sobald wir Antworten auf diese Fragen haben, werden wir Sie hier darüber informieren!

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Flüchtlingsunterbringung in der Westerwaldstr.

  • 13. August 2016 um 19:03
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    Zweckentfremdung mal wieder der Hundewiese.
    Warum nicht am alten oberen Sportplatz da sind sogar Duschen.

    • 13. August 2016 um 23:11
      Permalink

      An diesem Standort war bis vor kurzem die kath. Kindertagesstätte Volpertusstr. während der Renovierungsarbeiten ebenfalls in Containern untergebracht.
      Dort liegen bereits Wasser, Abwasser, Strom usw. Außerdem wurde der schadstoffbelastete Boden an dieser Stelle bereits ausgetauscht. Vermutlich wurde der Standort deshalb gewählt. Aber keine Sorge: Für die Hunde ist noch genügend Platz vorhanden. Die Flüchtlingsunterkunft wird nur einen kleinen Teil der Fläche beanspruchen

      • 15. August 2016 um 22:09
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        Falsch informiert das war der Kindergarten Burgenlandstrasse und die waren am Abwasser und Strom mit dem Kindergarten Volpertusstrasse verbunden. Die hatten erhebliche Probleme gehabt. Das wird jetzt noch schlimmer.

        • 15. August 2016 um 22:31
          Permalink

          Danke für den Hinweis. Zunächst war die Kita St. Engelbert dort untergebracht. Nach Abschluss der dortigen Renovierung wurden die Container wohl kurzfristig von der Kita in der Burgenlandstr. genutzt.

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