Planfeststellungsverfahren ICE – Neubaustrecke in Humboldt – Gremberg

ICE Knoten Köln – Ausbau südlich Gummersbacher Straße

Offenlage der Planfeststellungsunterlagen PFA 11, vom 08. Juni bis 07. Juli 2017

In Humboldt – Gremberg ist der Bereich zwischen Gummersbacher Str.  und Poll-Vingster Straße von der Neubaumaßnahme betroffen.

Ab sofort können die Planunterlagen des PFA 12 eingesehen werden. Von Donnerstag, 08. Juni bis einschließlich Freitag, 07. Juli 2017 sind diese beim Bauverwaltungsamt der Stadt Köln, Stadthaus-Westgebäude, Zimmer 14 C 46, Willy-Brandt-Platz 2, in 50679 Köln sowie online bei der Bezirksregierung einsehbar. Die DB-Präsentation finden Sie hier als PDF

ICE - Trasse
Übersicht der geplanten Maßnahmen

 

Es ist geplant, die bestehende Trasse im Knoten Köln südlich der Gummersbacher Straße bis zum Abzweig Köln/Bonn Flughafen von vier auf sechs Gleise auszubauen. Ziel ist unter anderem, Nahverkehrs- und Fernverkehrszüge auf jeweils eigene Gleise zu trennen, um einen zuverlässigeren Zugverkehr – auch bei einer Verkehrszunahme – gewährleisten zu können. Das Projekt durchläuft derzeit das Planfeststellungsverfahren.

Der Eisenbahnknoten Köln ist einer der meist befahrenen Abschnitte im Streckennetz der Deutschen Bahn. Prognosen für das Jahr 2025 gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Züge weiter erhöhen wird. Hauptgrund dafür ist der geplante Streckenausbau zwischen Frankfurt und Mannheim, der zu zusätzlichen Fernverkehren bis in das Rheinland und das Ruhrgebiet führen wird. Um das Wachstum bewältigen zu können, ist eine Erweiterung der vorhandenen Trasse südlich der Gummersbacher Straße bis zum Abzweig Flughafen Köln/Bonn nötig. Dadurch kann zudem der langsamere Nahverkehr vom schnelleren Fernverkehr auf eigene Gleise getrennt werden. Das schafft die Voraussetzungen für einen reibungsloseren und pünktlicheren Zugverkehr.

ICE Neubau
Ansicht aus Richtung Rolshover Str. in Richtung Trimbornstr.

Im Rahmen des Projekts sind auf einer Strecke von 5,3 Kilometern zwei weitere Gleise geplant, zwölf Kilometer bestehende Gleise müssen umgebaut werden. In einigen Bereichen, beispielsweise an der Gießener Straße, reicht der Raum auf der bestehenden Bahntrasse nicht für zwei zusätzliche Gleise aus. Dort ist vorgesehen, die Trasse in südlicher Richtung zu erweitern. Um den nötigen Platz für den Ausbau zu schaffen – ohne dabei den Straßen- und Busverkehr zu beeinträchtigen – werden Stützwände mit einem Vorsprung errichtet.

ICE Neuaustrecke
Neue Parkplätze an der Rolshover Str.

Zudem ist der Umbau von acht Eisenbahnüberführungen und einer Straßenüberführung geplant. So wird beispielsweise die Stahlbrücke an der Rolshover Straße durch eine moderne Betonbrücke ersetzt. An der Einmündung zur Straße ist eine Parkfläche für ca. 50 PKW vorgesehen. Diese Fläche dient als Ersatz für die Parkmöglichkeiten an der Gießener Straße, die durch den Bau der Stützwände entfallen.

Zwei Kreuzungsbauwerke, die eine Eisenbahnstrecke über weitere Gleise überführen, müssen ebenfalls erneuert werden. Zusätzlich wird ein sogenanntes Überwerfungsbauwerk neu gebaut, ein aufwendiges Kreuzungsbauwerk mit oben und unten liegenden Gleisen.

Schallschutz
Auf der Basis von Gutachten ist eine Kombination von aktivem und passivem Schallschutz vorgesehen, wodurch sich die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich reduzieren wird. So sind nördlich der Bahnstrecke zu der bereits bestehenden ca. ein Kilometer langen Schallschutzwand noch ca. 1,7 Kilometer und südlich davon ca. zwei Kilometer Schallschutzwände geplant. Darüber hinaus besteht Anspruch auf passiven Schallschutz, wie der Einbau spezieller Schallschutzfenster, an etwa 534 Gebäuden.

Natur und Umwelt
Die Bauarbeiten erfordern einen gewissen Eingriff in die Natur. Diese Eingriffe werden vor Ort durch Schutzmaßnahmen minimiert und durch Rekultivierung ausgeglichen. Beispielsweise werden Bau-Tabuzonen zum Schutz von Biotopen, Vegetationsbeständen und Lebensräumen eingerichtet. In Bezug auf den Artenschutz werden Brutvögel durch eine optimale Bauzeitenregelung und die Einhaltung von Gehölzrückschnittszeiten geschützt.

Quelle: Bauprojekte Deutsche Bahn

 

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