Offener Brief an Gesundheitsdezernentin

Unerwartete Resonanz zur Fliegenplage

Die unerwartet große Resonanz zum Thema Fliegenplage haben wir zum Anlass genommen, zunächst einen offenen Brief an die städtische Gesundheitsdezernentin Frau Dr. Bunte zu richten:

Verteiler:
Dr. Harald Rau, Stadtverwaltung Köln, Dez.V per Mail
Herr Dieter Menne per Mail
Herr Bezirksbürgermeister Marco Pagano per Mail
Frau Landtagsabgeordnete Susana Dos Santos per Mail
Kölner Stadtanzeiger Lokalredaktion per Mail
Kölnische Rundschau per Mail
WDR Redaktion Lokalzeit per Mail.
sowie Veröffentlichung auf www.humboldt-gremberg.de
und Facebook/Humboldt-Gremberg/


Der Kölner „EXPRESS“ berichtete am 20.06.02016 über das Thema. Lesen Sie den Artikel hier!

Zu dem Bericht ist bereits jetzt anzumerken, dass die Stellungnahme des Umweltamtes der Stadt Köln, wonach von der Fliegenplage keine gesundheitlichen Gefahren ausgehen können wahrscheinlich falsch ist.

Siehe hierzu auch Wikipedia:

Zur Fliege im Allgemeinen:

„Einige Fliegenarten verbringen Teile ihres Lebenszyklus in Fleisch, Kot oder verwesendem organischen Material  (Anm der IG: Danach riecht es auch bei entsprechenden Wetterverhältnissen.) Dort ist es möglich, dass sie pathogene Keime aufnehmen, diese als Vektoren transportieren und auf Mensch und Tier übertragen. Besonders diverse Arten der Familien Schmeißfliegen (Calliphoridae), Fleischfliegen (Sarcophagidae) und Echte Fliegen (Muscidae, z. B. die weit verbreitete Stubenfliege), haben eine Bedeutung als Lästlinge und Krankheitsüberträger. Ihre Maden sind Abfallverwerter und leben überwiegend von toten pflanzlichen und tierischen Substanzen. Einzelne Arten leben auch in lebendem Gewebe und lösen dort als Krankheitserreger eine Myiasis aus (meint im engeren Sinne das durch parasitären Hautmadenfraß, unter anderem Larva migrans, verursachte Krankheitsbild).“

….oder zur Stubenfliege im Besonderen (ebenfalls Wikipedia):

„Stubenfliegen gelten gemeinhin als Schädlinge, da sie trotz Putzens als Vektor für Krankheitserreger dienen. Beispielsweise sind sie Überträger diverser Infektionskrankheiten wie Ruhr, Typhus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche u. a. Aufgrund dessen sind insbesondere die Ausscheidungen der Fliegen ausschlaggebend.

Ihre Funktion als Krankheitsüberträger ist auf ihre Nahrungsquellen zurückzuführen, da sie eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen wie Schweiß und Kot sowie eiternde Wunden haben. Des Weiteren dient Aas (Nekrophagie) als proteinreiche Nahrungsquelle für die Eiablage und Larvenentwicklung.[6]

Eine großräumige Bekämpfung (→ Insektenschutz) wäre aber nicht unbedingt zielführend, da einerseits eine sehr schnelle Resistenzausbildung gegen Insektizide stattfindet und die Populationsgröße ohnehin durch natürliche Fressfeinde eingedämmt wird. Um die Verbreitungsorte und Übertragung von Krankheiten einzuschränken, empfiehlt sich also bloß ein ausreichender Standard von Hygiene und sauberer Umgang mit Abfall- und Zersetzungsprodukten.

Die Fliegenart Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) sieht der Stubenfliege zum Verwechseln ähnlich und ist in der Lage, menschliche Haut durchzustechen, um Blut zu saugen. Der Stich ist schmerzhaft und kann auch Krankheiten übertragen.“

 

Diskutieren Sie bitte weiter über dieses Thema. Wir sind für Anregungen, wie wir diesem Problem Herr werden sehr dankbar.

4 Gedanken zu „Offener Brief an Gesundheitsdezernentin

  • 22. Juli 2017 um 14:52
    Permalink

    Zur Zeit gibt es in den Stadtteilen Niehl, Riehl und auch dem Kölner Hafen eine besorgnisserregende Fliegenplage.

    Man könnte annehmen das diese Plage den örtlichen Ursprung im Hafengebiet von Köln Niehl hat. Dort sollen, nach diversen Aussagen, ungemein viele Fliegen ihr Unwesen treiben, zumindest brummt und summt es extremst an den, erst kürzlich aus dem südl. Europa angelieferten, gepressten Blechdosenballen. Man könnte durchaus vermuten das dort bestimmte fliegenfreundliche Abfälle mitverpresst wurden und zugleich auch ein Teil der Fliegen mitimportiert wurden. Das Wetter mit genügend Wärme und auch genügend Feuchtigkeit tut sein weiteres um dort an den draussen lagernden Pressballen weitere Populationen entstehen zu lassen.
    Um welche genaue Art von Fliegen es sich handelt entzieht sich meiner Kenntniss nur eins steht fest das die Plage zeitlich mit der Lagerung der Blechdosenpressballen begonnen hat wann sie endet wer weiss.

    Wir nehmen einfach Einsicht in die Kölner Grundgesetze

    § 1 et es, wie et es.

    § 4 et hät noch immer jot jejange.

    § 10 hammer nit, bruche mer nit, – fott domet!

    und ein selbstgemachtes neues passend zur Plage

    wenn et disch jökt dann kratz disch und stell disch nit so an

    Antwort
  • 22. Juli 2017 um 15:12
    Permalink

    Eine kleine Anmerkung zu meinem Kommentar.

    Ich wohne zwar nicht in dem Viertel Gremberg aber eben in dem zur Zeit befallenen Viertel sprich Niehl Riehl bzw Köln Niehl Hafen es ist bezeichnend das im Kaufland dieses Viertels die beliebten Fleigenfallen ausverkauft sind oder waren heute und wir einer älteren Dame eines unserer eben noch erworbenen Pakete überlassen haben.

    Die Anmerkung auf die kölschen Grundgesetze beschreiben lediglich die mir unverständliche Reaktion des Gesundheitsamtes und bezeichnen die damit verbundene Grundhaltung bei Anwohnerproblemen die einfach abgetan werden mit den üblichen Sprüchen.

    Als Resumee daraus entstand der Gedanke es mit Humor zu tragen.

    Antwort
    • 22. Juli 2017 um 20:48
      Permalink

      Vielen Dank für die beiden Kommentare. Genau mit solchen verpressten Blechdosenballen haben wir es hier auch zu tun. Das Umweltamt und unser Bezirksbürgermeister hat uns nun aber wenigstens zugesagt, bis September/Oktober diesen Jahres Lösungsansätze vorzustellen. Wir sind sehr gespannt und hoffen insbesondere auf §4 Kölsches GG.

      Antwort
  • 23. Juli 2017 um 17:59
    Permalink

    Na dann hoffen wir für uns alle das es nicht bei den Lösungsansätzen bleibt sondern klare Lösungen gefunden und umgesetzt werden.

    Somit können wir dann eventuell den 10ten§ des Kölner Grundgesetzes für diese gepressten Blechdosen als Grundlage der Lösung betrachten.

    Mit leicht süffisantem lächeln der “ Anwohner “ aus Niehl.

    Antwort

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