Geschichte

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Ehemalige Großbäckerei “Hoffnun” in Köln-Gremberg

So war es früher

Die Geschichte unseres Vorortes begann im 19. Jhd. Damals nämlich entstanden auf dem Gebiet des heutigen Kölner Vorortes Köln-Humboldt die ersten Ansiedlungen. In den Jahren 1873/74 entstanden erste Kolonienhäuser (deshalb heißt es auch noch heute “Humboldtkolonie” nach einem Bebauungsplan der Maschinenbauanstalt Humboldt (später Klöckner-Humboldt-Deutz -KHD). Diesen ersten Ansiedlungen der heute Deutz AG genannten Firma (die in Kalk ansässige Tochterfirma der Deutz AG heißt übrigens auch heute noch Humboldt Wedag AG) verdankt unser Vorort nicht nur seine Entstehung sondern auch seinen Namen.
Die Gründer der Maschinenbauanstalt Humboldt hatten 1871, als sie ihr Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandelten, einer alten Bergbautradition folgend, den Namenszusatz von dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beeutensten Bergmannes und Naturforschers – Alexander von Humboldt – abgeleitet.
Ausführliche und umfassende Informationen zu Humboldt-Gremberg finden Sie hier auch auf Wikipedia sowie auf der Seite der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk 8.

Akkumulatorenfabrik Gottfried-Hagen

Akkumulatorenfabrik Gottfried Hagen
Akkumulatorenfabrik Gottfried Hagen

Unser Vorort wurde bis zu ihrem Konkurs im Jahre 1983 maßgeblich von der Akkumulatorenfabrik Gottfried-Hagen geprägt. Auf deren ehemaligem Betriebsgeleände ist in den letzten Jahren der “Hagen-Campus” und das Rechtsrheinische Technologiezentrum (RTZ) entstanden. Von der Akkumulatorenfabrik sind noch einige denkmalgeschützte Gebäude entlang der Rolshover Straße und Gottfried-Hagen-Str. erhalten geblieben.

Das Wappen von Humboldt/Gremberg

Das Emblem, in Wappenform gestaltet, ist geteilt und unten gespalten; oben in silbernem Feld (Weiß) ein durchgehendes, weißgelichtetes schwarzes Kreuz; unten vorne in Orangerot ein schwarzes Zahnrad und ein (Wohn-) Haus, rot/weiß angelegt; hinten auf Biau ein fünf­stämmiger Wald in grüner und brauner Farbe. WappenDas Kreuz ist bezogen auf den damaligen Kurstaat Köln, dessen Fürsten jeweils die Erzbischöfe in Köln bzw. in Bonn oder Brühl waren. Die Attribute Zahnrad und Haus repräsentieren hier symbolisch unter Berücksichtigung seiner Gründung, die ehemals noch zu Deutz gehörende „Humboldtkolonie”. Das Zahnrad steht für Industrie und Arbeit, allerdings hauptsächlich im benachbarten Kalk und Vingst angesiedelt. Das Haus steht für die Wohnstätten vieler Arbeiterfamilien. Im Besonderen hatten speziell die „Kalker” in ihren starken industriellen Expansionszeiten keinen Platz mehr für die wohnliche Unterbringung ihrer Arbeitskräfte. Somit wich man auf das weite Gebiet zwischen Kalk, Vingst, Rolshoven/Poll und dem alten Gremberg nach Osten hinaus. Der Wald mit den fünf Stämmen symbolisiert den Gremberger Wald und dazu die doch recht offene Peripherie im östlichen und südlichen Bereich des heutigen Stadtteils Humboldt-Gremberg.

Das Gremberger Wäldchen

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Die Hälfte des Gremberger Waldes wurde um das Jahr 1003 in einer vermutlich gefälschten oder geänderten Urkunde im Zusammenhang mit der Zehntpflicht der St. Urbankirche in Deutz, der Höfe zu Kalk, Vingst, Roll, Westhoven und Rolshoven der neu gegründeten Abtei Deutz von dem damaligen Erzbischof Heribert zum Unterhalt der Mönche verschenkt. Ob ein Hof im Gremberger Wald zu dieser Zeit schon existierte, ist fraglich. Ebenso wurde ein Hof zu Deutz, auch in einer die Schenkung bestätigender Urkunde aus dem Jahre 1019 nicht ausdrücklich genannt. Fest steht allerdings, dass die 1669 erstmals genannte Hofanlage im Gremberger Wald ein beträchtliches Alter besitzt. Allmählich entwickelten

sich die vorgenannten Höfe zu Dörfern, zeitweilig sogar zu selbständigen Städten (Deutz, Kalk) und in der Folge zu Stadtteilen Kölns.

Hubert Hansen, Grafiker Köln, im Juni 2004

Historie (nachzulesen) in:

Aloys Kuth: Die Gemeinde Vingst. 1909

Henriette Meynen in: Staats

puren-Denkmäler in Köln. Zur Geschichte der Humboldtkolonie.

Stefan Pohl / Georg Mölich: Das rechtsrheinische Köln. 2. Auflage 1996, Wienand Verlag.

Die heraldischen Angaben sind gemäß: Klemens Stadier, Deutsche Wappen. Band 1, 1964.

Katholische Volksschule Westerwaldstr.

Historische Aufnahme von 1927, entstanden an der seinerzeit katholischen Volkschule Westerwaldstr. vor der Turnhalle. Katholische Volksschule Westerwaldstr. 1927Auf dem Foto sind zu sehen: Heinrich Krat, Josef Aretz, Mathias Gude, Heinrich Klein (Pflastermeister), Jakob Hilgers, Theodor Hilgers, Peter Gude, Peter Esser (Malermeister), Weiker (Schneidermeister), Kufe, Ottersdorf, Hilden (Schumacher), Bädorf (Friseur), Toni Blönignen (Organist+Chorleiter), Josef Porz, Böhmer, Willi (Organist + Chorleiter), Koos (Schulhausmeister), Klasmeier, Pfeil, Christian Moll (Pfarrer bis Ende 1932), Frings, Josef (Schreiner und Bestatter), Michael Kofs, Sommerfünter (Kaplan), Schönenborn (Kaplan), Dresler (Kaplan), Michael Kullmann, Wilhelm Hoendgen, Paul Hoffmann sen., Ludwig Werfem, Karl Stuzslig, Hilden, jun, Karl Heil, Anton Kofs, Hermann Schmitz (Rektor), Johann Schmitz (Meister bei Gottfr.-Hagen), Fritz Kurze (Schuster), Ziskoven.

Zeitzeuge Karl Fischer

Hier finden sie ein äußerst wertvolles und wenig bekanntes Dokument. Herr Karl Fischer, geboren 1912 in der Taunusstr. schildert das Leben in unserem Veedel aus seinen Kindheitserinnerungen ab 1922. Eine einmalige Milieustudie, wie es sie für unseren Vorort wohl kein zweites mal mehr gibt. Neben der Beschreibung der damilegen Lebensumstände und Anekdoten zu Originalen aus unserem Veedel beschreibt er ausführlich die Persönlichkeit von Pfarrer Christian Moll, nach dem hier in Humboldt eine Straße benannt wurde. Wir bedanken uns dieser Stelle bei unserem Vorstandsmitglied Frau Kläre Frings, die uns dieses Dokument zur Verfügung gestellt hat. Die schlechte Qualität des Artikels bitten wir zu entschuldigen. Es geht auf Grund der Vorlage nicht besser.

Klicken Sie hier: Kindheitserinnerungen von Karl Fischer

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