Jan Schlagenhauf (GUT Köln)

Seit nun fünf Jahren wohne ich in der Humboldtkolonie und lerne mein Veedel kennen. Was habe ich gelernt?

Humboldt-Gremberg ist ein Arbeiter*innen-Viertel. Viele Familien wohnen hier in der dritten oder vierten Generation. Man kennt sich und man schätzt sich – und tut was für sein Veedel. Die Hilfsbereitschaft und Offenheit meiner unmittelbaren Nachbarschaft haben mich berührt. Ich würde gern dazu beitragen, dass diese im nachbarschaftlichen Umgang hier selbstverständliche Rücksicht und Solidarität erhalten bleibt und noch weiter wächst.

Humboldt-Gremberg ist von Migration geprägt. Das Veedel hat sich in den vergangenen 20 Jahren eindrücklich verändert; hier wohnen Menschen aus Süd- und Osteuropa neben Menschen aus Nordafrika und Nahost. Das Ankommen ist immer eine Herausforderung, sowohl für die Willkommenskultur als auch für diejenigen, die sich in den für sie fremden Verhältnissen zurechtfinden müssen. Ich empfinde die Diversität im Veedel als Bereicherung und würde gern dazu beitragen, dass noch mehr Austausch mit und Teilhabe für die Ankommenden möglich wird.

Humboldt-Gremberg ist ein Familienviertel. Als Vater einer achtjahrigen Tochter habe ich das große Glück, einige Familien im Veedel beobachten zu dürfen oder gar kennengelernt zu haben. Alle Eltern möchten es ihren Kindern ermöglichen, die unmittelbare Umwelt selbst kennen zu lernen und in Besitz zu nehmen. Die Straßen in Humboldt Gremberg sind dazu in der Mehrzahl nicht geeignet. Ich finde: Der Straßenverkehr im Veedel muss gebändigt werden, die Wohnstraßen sollen nicht nur Parkplatz sein. Ich bin begeisterter Anhänger der Idee von Veedels-Parkhäusern und der Wieder-Eroberung der Wohnstraßen durch Menschen, die sich dann auch mal in Ruhe vor dem Haus auf der Straße treffen und in’s Gespräch kommen können.

 Zusammengefasst: Es braucht jetzt die Kooperation Vieler auf lokaler Ebene. Es braucht Initiativen, die im Veedel, im Bezirk und in der Stadt viele Leute zusammenbringen und gemeinsame Bezüge herstellen. Dazu braucht es noch mehr attraktive öffentliche Orte für Kinder und Erwachsene. Es braucht neue Ideen, über die sich die Leute austauschen, und es braucht für Alle transparente Angebote zur Mitwirkung.

Es braucht Verantwortungsbewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Die Ratsgruppe GUT hat in den vergangenen Jahren diese Ideen stringent und wirksam unterstützt.

Deswegen würde ich mich freuen, wenn Sie am 13.09. das Kreuz bei GUT machen würden.

Informationen zur Rats- und zur Wählergruppe GUT gibt es hier: https://www.dieguten.koeln/

Notes

  • Adventkonzert mit Bruce Kapusta

    Sonntag, 25.11.2018 17:00 Uhr: Adventkonzert mit dem Trompeter und Entertainer Bruce Kapusta: Karten bei Mello, Bestattungen Frings und im Pfarrbüro