Podiumsdiskussion der IG Humboldt/Gremberg e.V.

Humboldt/Gremberg Heute!!! – und Morgen???

 

Moderation: Frau Judith Schulte-Loh

Mehr als 250 Besucher folgten der Einladung der Interessengemeinschaft Humboldt/Gremberg e.V. zu einer Podiumsdiskussion, an der neben dem neuen Kölner Polizeipräsidenten Jürgen Mathies auch die Kölner Ratsmitglieder, Frau Dos Santos-Herrmann und Frau Berivan Aymaz sowie die Mitglieder der Bezirksvertretung Kalk, Herr Daniel Bauer-Dahm, Herr Marco Pagano und  Herr Heinz-Peter Fischer  sowie Herr Gero Fürstenberg als Vertreter des CDU- Stadtverbandes teilnahmen. Die ,Stadtverwaltung Köln wurde vom Leiter des Amtes für Öffentliche Ordnung, Herrn Engelbert Rummel und dem Leiter des Ordnungsdienstes, Herrn Thomas Frenzke vertreten. Die Gesprächsleitung hatte Frau Judith Schulte-Loh.

Die Kriminalität in Humboldt/Gremberg geht zurück.

Der Rückgang der Kriminalität in unserem Veedel ist ein erster Erfolg, den sich der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies auf seine Fahne schreiben kann. Bei der Diskussionsveranstaltung der IG Humboldt/Gremberg am 04.05.2016 zum Thema „Humboldt/Gremberg Heute!!! Und Morgen???“ präsentierte er hierzu aktuelles Zahlenmaterial. Der Kriminalitätsrückgang in den ersten Monaten des Jahres 2016 sei nicht zuletzt auch ein Erfolg der in letzter Zeit durchgeführten polizeilichen Maßnahmen im Bereich der Taunusstr. Diese wurden von Teilen des Publikums aber auch durchaus kritisch gesehen, weil hierdurch ein Generalverdacht gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen entstehen könnte. Überwiegend wurden die polizeilichen Maßnahmen jedoch als richtig und notwendig begrüßt.

 

Dä Schutzmann op dr Eck

Einig waren sich auch alle Diskutanten und das Publikum darüber, dass es mit Restrektionen allein nicht getan ist, sondern dass Prävention ein unverzichtbarer Bestandteil einer umfassenden Kriminalitätsbekämpfung sein muss. Hierzu müssten Polizei und Ordnungsamt mehr Präsenz zeigen. Es sei nicht damit getan, dass die Ordnungskräfte in ihren Dienstwagen durch die Straßen fahren. Vielmehr müssten die Beamten Ansprechpartner der Bürger für Anregungen und Beschwerden sein. Diese Anregung wird von Herrn Mathies unterstützt. Vorbereitende Maßnahmen hierzu seien auch bereits in Arbeit. Herr Mathies kündigte zudem auch an, dass durch Personalaufstockungen und Umschichtungen in der Personalstruktur demnächst auch mehr Polizeibeamte „auf die Straße“ kämen. Herr Rummel sieht eine ähnliche Entwicklung im Bereich des Ordnungsamtes. Beide gaben allerdings zu bedenken, dass qualifiziertes Personal nicht einfach von den Bäumen fällt, sondern es eines gewissen Vorlaufs für Ausbildung und  Qualifikation bedarf.

 

Intensive Sozialarbeit

In mehreren Wortmeldungen wurden auch der Einsatz von Sozialarbeitern und Streetworkern sowie ein verbessertes Angebot für Kinder und Jugendliche gefordert. Den Jugendlichen dürften nicht sich selbst überlassen bleiben. Vielmehr müssten ihnen Perspektiven für Ihr Leben in unserer Gesellschaftsordnung aufgezeigt werden. Die Politiker betonten, dass es zur Umsetzung dieser Pläne  eines Gesamtkonzeptes bedürfe, über das in Rat und Verwaltung bereits diskutiert würde.

Die einzige, allerdings sehr gut funktionierende Einrichtung in Humboldt/Gremberg ist hier übrigens das Kinder- und Jugendzentrum in der Odenwaldstr. Die Einrichtung in der Gießener Str. wurde erst kürzlich wegen Geldmangels unverständlicherweise geschlossen.

Dank

Die IG möchte sich an dieser Stelle bei allen Diskussionsteilnehmern und insbesondere bei Frau Schulte-Loh bedanken, die in  routinierter und professioneller Weise und mit viel Engagement die Diskussion geleitet hat.

Vielen Dank! 

Perspektive

Die IG Humboldt/Gremberg e.V. ist sich im Klaren darüber, dass diese Veranstaltung kein Schlusspunkt gewesen sein kann. Wir werden deshalb auch weiterhin den Dialog zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik konstruktiv fördern und weitere interessante Veranstaltungen zu diesem und anderen interessanten Themen anbieten.

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2 Gedanken zu „Podiumsdiskussion der IG Humboldt/Gremberg e.V.

  • 9. Mai 2016 um 17:12
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    Was ich schade fand, dass die Polizei letzendlich der Puffer
    zwischen Bürgern und der Stadt Köln ist. Auch Schade ist, dass die Ratspolitiker sich in Sicherheitsfragen ( Aufstockung des Personals bei Polizei und Ordnungsamt ) schwer tun.
    Da sollte man Prioritäten im städtischem Haushalt setzen,
    Sicherheit und Ordnung vor Profilierung durch Prestigeprojekten z.B. der kölner Oper.
    Der einzige Lichtblick in dieser illustren Runde war der Polizeipräsident Herr Mathies. Seit er im Amt ist, hat sich viel getan. Nur er braucht weiterhin Unterstützung von Stadt, Land und Bund. Durch eine verantwortungsvolle Politik der Stadt und einer gestärkten Polizei nebst Ordnungsamt, kann man einer Gethoisierung der rechtsrheinischen Stadtteile verhindern. Wir Humboldt-Gremberger haben leider nicht das Geld für einen privaten Sicherheitsdienst wie die Bewohner des Stadtteils Hahnwald.

    P. Kramer
    einer gestärkten Polizei

  • 13. Mai 2016 um 13:40
    Permalink

    War eine gute Veranstaltung.Danke an die IG Humboldt/Gremberg.

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