Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer im Amt bestätigt

Viel Arbeit – Kein Lohn

Bezirksbürgermeisterin
Claudia Greven Thürmer

In seiner konstituierenden Sitzung vom 12.11.2020 wählte die Bezirksvertretung Kalk Claudia Greven-Thürmer (im Folgenden kurz “CGT” genannt) mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU erneut zur Bezirksbürgermeisterin. Sie trat dieses Amt erstmals am 12.09.2019 als Nachfolgerin von Marco Pagano an, der aus persönlichen Gründen aus der Bezirksvertretung ausschied.

Groß wie eine Stadt

Der Stadtbezirk Kalk ist einer von 8 Kölner Stadtbezirken und mit seinen ca. 120.000 Einwohnern in etwa so groß wie Fürth oder Offenbach a.M. und umfasst die Stadtteile BrückHöhenbergHumboldt/GrembergKalkMerheimNeubrückOstheimRath/Heumar und Vingst. Sowohl die Mitglieder der Bezirksvertretung, als auch die Bezirksbürgermeisterin und deren Stellvertreter/in sind ehrenamtlich tätig. Dienstwagen, Aufsichtsratspöstchen und ähnliche Annehmlichkeiten gibt es natürlich auch nicht.

Herausforderungen für die nächsten Jahre

Als eine der wichtigsten Herausforderungen für die nächsten Jahre sieht CGT die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Stadtbezirk an. Dabei müsse aber in einem Gesamtzusammenhang gedacht werden. Es genüge nicht, einfach nur Wohnungen zu bauen, vielmehr müsse auch die Infrastruktur mit wachsen. Hierzu gehörten Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen und eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur. Dazu sei es bisweilen auch nötig, “hier und da mal einen Grashalm umzuknicken” . In der Stadtverwaltung gibt es viele Mitarbeiter, die hier im Gesamtzusammenhang denken und innovative Ideen entwickelten. Durch die starren Strukturen in der Verwaltung würden diese aber viel zu oft ausgebremst. Hier würde es in der Stadtverwaltung in den höheren Ebenen an interdisziplinärer Abstimmung mangeln. Sie frage sich, warum die einzelnen Dezernate nicht vernünftig und projektbezogen miteinander miteinander sprächen? Dieser Mangel an Kommunikation schade direkt den Bürgern der Stadt und müsste beseitigt werden.

Viele Aufgaben warten

“Meine Aufgabe ist es, Brücken zu bauen”, so CGT. Es sei wichtig, auf das Expertenwissen sowie die Fach- und Ortskenntnisse der Bürgervereine und Vereinsvertreter in den einzelnen Stadtteilen zurückzugreifen und deren Anliegen in die Bezirksvertretung und in die Stadtverwaltung zu tragen. Dies sei wichtig zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Die Anregungen aus den Stadtteilen müssten nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden. Hierzu bedürfe es einer Stärkung der Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse der Bezirksvertretungen. Ab nächstem Jahr sollen auch wieder Bürgerspechstunden eingeführt werden, sobald und soweit dies coronabedingt möglich sei. Corona sei übrigens auch im Bezirk ein wichtiges Thema. Sie verstehe nicht, warum zum Beispiel große Sportvereine ihren Spielbetrieb, wenn auch unter Einschränkungen fortsetzen könnten, den kleinen Breitensportvereinen jedoch alle Aktivitäten verboten seien. “Das ist für die kleinen Sportvereine existenzgefährdend”, meint CGT. Hier sei es nötig, stadtweit zu vernünftigen und nachvollziehbaren Regelungen zu kommen.

Ein weiteres wichtiges Thema sei der Zustand der Schulen, insbesondere der Grundschulen im Stadtbezirk. Beispielsweise bietet die Grundschule Kapitelstr. einen erbärmlichen Zustand. Nicht viel anders sähe es an fast allen anderen Grundschulen im Stadtbezirk aus.

Ein weiteres Thema sei auch die Erhaltung des “Dirt-Trecks” in Kalk und die Neugestaltung des Marktplatzes in Neu-Brück. Während riesige Mittel in die “Hochkultur” gesteckt werden, würden für solche kleinen Projekt die Mittel fehlen. Dies sei nicht zu verstehen. Auch das Willkomensschild für Humboldt-Gremberg und die Verlagerung des Schrottplatzes stehen weiterhin auf der To-Do – Liste.

Besonders erfreut war CGT in der letzten Wahlperiode über das bürgerschaftliche Engagement im Stadtbezirk, das es zu stärken gelte. Ein jährliches Highlight sei in jedem Jahr natürlich die Sessionseröffnung im Bezirksrathaus, die in diesem Jahr coronabedingt ausfallen musste. Erwähnenswert natürlich auch die gute Zusammenarbeit zwischen den Parteien in der Bezirksvertretung. Hier würde über die ideologischen Grenzen hinweg konstruktiv zusammengearbeitet. GTM ist davon überzeugt, dass dies auch in der neuen Wahlperiode so sein wird.

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